Die perfekte Küchenbeleuchtung finden

Hier erhaltet Ihr viele Empfehlungen und Tipps zu einer idealen Küchenbeleuchtung. Einerseits soll sie funktional sein und ein angenehmes Licht für das Arbeiten in der Küche bringen. Anderseits soll die Beleuchtung auch für schöne Ambiente sorgen und die Küche mit Lichtakzente in Szene setzen.
Im ersten Abschnitt geht es allgemein um das Thema Licht. Fragen zu Lichtfarben, Helligkeit, Farbwiedergabeindex (CRI) und Leuchtmitteln werden dort beantwortet. Anschließend im zweiten Abschnitt geht es weiter um die Küchenbeleuchtung und die verschiedenen Arten und Möglichkeiten. Vom der idealen Positionierung des Lichtes und Vergleiche. Bis hin zu Ambiente-Beleuchtung für Lichtakzente in der Küche.

Ihr seid noch auf der Suche nach passenden Unterbauleuchten für eure Küche? Dann hab für euch ein Unterbauleuchten-System mit unterschiedlichen Längen, Lichtfarbe und Kabellänge zum Zusammenstecken. Ganz einfach ohne zu Löten oder Elektronikkenntnisse zu besitzen. Dieses findet Ihr in diesem Beitrag „Passende Küche Unterbauleuchten zusammenstellen“.

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Das ideale Licht als Küchenbeleuchtung

Die unterschiedlichen Farbtemperaturen (Kelvin)

Die Angabe der Farbtemperatur erfolgt in Kelvin bzw. wird mit „K“ abgekürzt. Je niedrige die Kelvinzahl desto wärmer bzw. gelber und je höher desto kälter bzw. bläulicher. Das ganze lässt sich ganz grob in drei Lichtfarben einteilen:

  • Warmweiß: Unter 3000 K
  • Neutraweiß: 3300 – 5300 K
  • Tagelichtweiß: Über 5300 K

1. Warmweiß (< 3000K)

Ein warmes-gelbliches Weiß das viel Behaglichkeit, Gemütlichkeit und Wärmer ausstrahlt. Somit ideal für Wohnräume, Restaurants,…
Als Vergleich ein Kerzenlicht hat ca. um die 1500 K. Eine normale Glühlampen hat eine Farbtemperatur um die 2700 K.

Regal mit Farbtemperatur Warmweiß ausgeleuchtet Vergleich
Bild: Beleuchtung Warmweiß

2. Neutralweiß

Das Neutralweiß liegt zwischen Warmweiß und Kaltweiß. Ein helles, freundliches und einladendes Licht. In meinen Augen das ideale Licht als Küchenbeleuchtung. Für meine Küche habe ich LED-Lampen mit 4000 K verbaut.

Regal mit Farbtemperatur Neutralweiss ausgeleuchtet Vergleich
Bild: Beleuchtung Neutralweiß

3. Tageslichtweiß (Kaltweiß)

Fördert die Aufmerksamkeit und kann als das Arbeitslicht bezeichnet werden. Häufiger Einsatz in Krankenhäusern, Bads, Industrie, etc.

Regal mit Farbtemperatur Tageslicht / Kaltweiß ausgeleuchtet Vergleich
Bild: Beleuchtung Tageslichtweiß

Die Helligkeit (Lumen)

Über die Einheit „Lumen“ (abgekürzt mit „lm“) wird der Lichtstrom bzw. die Helligkeit einer Beleuchtung angegeben.

Die Küchenbeleuchtung soltel nicht zu dunkel ausfallen. Lieber zu hell.

Für die Deckenbeleuchtung welche nur als Umgebungslicht dient kann ca. 300 Lumen pro Quadratmeter (Fläche von 1 x 1 Meter) als Richtwert genommen werden.
Für die Unterbaubeleuchtung auf der Arbeitsfläche ist pro Quadratmeter sogar ca. 500 Lumen empfehlenswert.

Für meine Küche habe ich ungefähr diesen Richtwert zu Herzen genommen. Bei dieser Helligkeit kann sogar komplett auf die Deckenbeleuchtung verzichtet werden. Da das indirekte Licht ausreicht den kompletten Raum zu erhellen.

Der Farbwiedergabeindex (CRI-Wert)

Der CRI-Wert (CRI steht für „Color Rendering Index“) gibt die Farbwiedergabe wieder. Der Höchstwert bzw. Bestwert ist 100 CRI.
Ziel ist es eine unverfälschte Farbwiedergabe vom beleuchteten Objekt zuerreichen. Denn eine knallrote Tomate soll auch als knallrot wahrgenommen werden. Aber nicht durch eine Beleuchtung mit schlechtem CRI-Wert verfälscht werden. Z.B.: Statt knallrot dann dunkelrot.

Für die Küche sollte der die Beleuchtung mindestens 75 CRI aufweisen. Meine Empfehlung ist hier 80 CRI oder besser. Die von mir verwendeten LED-Lampen als Küchenbeleuchtung weisen einen CRI-Wert von 80 auf.

Die verschiedene Leuchtmitteln für Küchenbeleuchtung

Es gibt verschiedene Leuchtmittel-Arten:

  • Glühlampen
  • Halogenlampen
  • LED-Lampen
  • Energiesparlampen
  • Leuchtstoffröhren

Normale Glühlampen oder Halogenlampen gibt es in normalen Handel so gut wie gar nicht mehr. Grund ist der Verbot durch die EU aufgrund des hohen Stromverbrauchs.
Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren gehören zu den Auslaufmodellen. Da diese meistens auch noch Giftstoffe enthalten. Dann aber noch andere Nachteile mit sich bringen. Wie Einschaltverzögerung, Dauer bis die volle Helligkeit erreicht, usw.

Diese Nachteile besitzen die LEDs nicht. Daher ist es nicht verwunderlich das im Handel fast nur noch LED-Lampen angeboten werden. Somit sollte man grundsätzlich immer zu LED-Lampen greifen.

Die richtige Küchenbeleuchtung an der richtigen Stelle

Das Deckenlicht / Umgebungslicht für die gesamte Küche

Die Hauptfunktion des Deckenlichts ist das ausleuchten der Umgebung. Das heißt für den Gang zum Kühlschrank, was in den Mülleimer entsorgen, etc. Somit weniger für das Arbeiten (kochen, zubereiten) in der Küche gedachtet. Denn je nach Art, Anzahl und Position der Deckenbeleuchtung kann es zum Teil extreme Schatten werfen. Besonders beim Stehen vor der Arbeitsplatte entstehen gerne störende Lichtschatten. Noch extremer wird es beim Stehen vor der Arbeitsplatte. In zwei Abschnitten weiter unten findet Ihr den Vergleich.

Im Bild unten sind hier bereits die Schatten von Hängeschrank, Dunstabzugshaube und Handtuch zu erkennen.

Das Unterbaulicht für die Arbeitsfläche

Wie der Name schon sagt befindet sich das Unterbaulicht bzw. Unterbauleuchte meist unter dem Hängeschrank. Somit direkt an der Arbeitsfläche. Damit auch weniger bzw. keine störende Schatten im Vergleich zu der Deckenbeleuchtung.

Für das Licht auf der Arbeitsfläche ist eine Helligkeit von ca. 500 Lumen pro Quadratmeter empfehlenswert. Dadurch ist unter Umständen das Unterbaulicht hell genug um die Umgebung indirekt auszuleuchten. Eine Deckenbeleuchtung kann in meinen Augen ggf. sogar entfallen.

Der direkte Vergleich Deckenlicht vs. Unterbaulicht

Vergleich mit stehender Person vor der Arbeitsplatte

Kommen wir nun zum direkten Vergleich mit stehender Person vor der Arbeitsplatte.
Während das linke Bild mit der Deckenbeleuchtung einen störenden Schatten von der Person auf die Arbeitsplatte wirft. Aber auch bei den Objekten / Gegenstände Schatten sichtbar sind. Man steht dem Licht sozusagen im Weg.
Weist das rechte Bild mit den Unterbauleuchten sogut wie keine Schatten auf.

Insgesamt erzeugen die Unterbauleuchten ein deutliches angenehmeres Licht zu arbeiten. Da man hier das Licht genau da hat wo man es braucht.

Vergleich gesamte Küche – Deckenlicht vs. Unterbaulicht

Jetzt die gesamte Küche. Linkes Bild wieder Deckenlicht und rechtes Bild mit Unterbaulicht.

Spotbeleuchtung oder gleichmäßige Küchenbeleuchtung

Mit Spotleuchten können gezielt Kontrast und Lichtakzente durch den engen Strahlwinkel geschaffen werden.

Bei Unterbaulicht / Unterbauleuchten geht der Trend weg von Spotleuchten und in Richtung durchgehende LED-Leisten.

Jedoch gibt es auch die Möglichkeit beides zu kombinieren. Wie Spotleuchten oben an den Hängenschränken angebracht. Sowie durchgehende LED-Leiste unter dem Hängeschränken installiert:

Im unteren Bild Halogen-Spotstrahler als Unterbaulicht unter den Hängenschränken. Durch die Spots ist die Beleuchtung weniger gleichmäßig. Entsprechend sind mehr Schatten durch die einzelne Spots vorhanden.

Mit LED-Panel oder einer LED-Leiste ist das Licht deutlicher gleichmäßiger:

Es gibt auch die praktische Linero MoasiQ Küchenleiste Schienensystem mit optionalem LED-Beleuchtung (Bilder unten). Im oberen rechten Bild ist die Variante ohne Beleuchtung verbaut.
Die Küchenleisten werden direkt an die Wand verschraubt. An die Schiene könne verschiedene Elemente eingehängt und bewegt werden. Von Küchenrollenhalter, Gewürzhalter bis hin zu kleine Haken.

Das Ambiente-Licht / Nachtlicht

Das Ambiente-Licht ist das i-Tüpfelchen der Küchenbeleuchtung. Diese verschönert die Küche und setzt sie zusätzlich in Szene. Das Ambiente-Licht kann ebenso gleichzeitig als Nachtlicht dienen. Sehr praktisch für den Gang zum Kühlschrank in der Nacht. Ohne dabei das Licht einschalten zu müssen.

Beleuchtung mit Möglichkeit der Farbänderung

Dank der LED-Technik gibt es die Beleuchtungen mit der Möglichkeit die Farbe nach eigenem Wunsch zu verändern. Hier kommen meist RGB-Leds zum Einsatz.

RGB steht für Red Green Blue bzw. übersetzt Rot Grün Blau. Aus den 3 Farben können alle sichtbaren Farben gemischt werden. Z.B.: Lia durch Rot und Blau oder Gelb durch Rot und Grün.
Heißt auf der LED-Leiste / LED-Stripe sitzen meist RGB-LEDs . Jede einzelne RGB-LED besteht wiederum aus drei einzelne LED-Chips (rot, grün, blau).

Hierbei muss man berücksichtigen das RGB-LED Beleuchtungen nicht als Arbeitslicht geeignet sind. Sondern nur als Ambiente-Licht.

Da das Weiß aus RGB einen sehr schlechten Farbwiedergabeindex (CRI-Wert) aufweist. Die Farben des beleuchteten Objekt erscheinen verfälscht. Eine knallrote Tomate wird ggf. verfälscht wieder geben.

Als Lösung bieten Hersteller LED-Leisten oder LED-Stripe mit RGBW-LED an. Neben einem roten, grünen, blauen LED-Chip wird zusätzlich noch eine weiße LED-Chip verbaut. Welches für das weiße Licht zuständig ist. Während die farbigen LED-Chips für die bunten Farben zuständig sind.

Innenbeleuchtete Hängeschränke mit Glasfenster

Durch das Glasfenster ist das innere der Hängeschränke sichtbar. Entweder ist oben oder unten eine LED-Beleuchtung installiert und den Inhalt des Hängeschrank erstrahlen lässt. Meist ist gleich ein Unterbaulicht für die Arbeitsfläche vorhanden. Hier mit einem mattem Glasfenster und einer Klapptür die nach oben auf geht. Unterhalb ist des Schranks befindet sich die LED-Unterbauleuchte.

Eine andere Variante mit durchsichtigem Glasfenster und einer Drehtür sowie einer LED-Unterbauleuchte.

Beleuchtete Regalboden aus Glas mit Unterlicht

Der beleuchtete Regalboden ist besonders für die Präsentation von darauf stehende Objekte geeignet. Auf der Unterseite befindet sich ein LED-Streifen als Unterbaulicht.

LED-Beleuchtung unter der Arbeitsplatte / Griffbeleuchtung

Besonders beliebt bei grifflosen Einbauküchen. Die Griffleiste sind entsprechend beleuchtet. Insbesondere schick bei Küchen mit zwei Griffleisten und bei einer Kochinsel.

Manche Küchenhersteller bieten jedoch nur eine Griffbeleuchtung für die obere Griffleiste an. Die untere Griffleiste bleibt dabei unbeleuchtet.

Sehr Praktisch, die Griffbeleuchtung fungiert automatisch als Schubladenbeleuchtung sobald diese geöffnet wird.

LED-Sockelleuchte

Bei LED-Sockelbeleuchtung sitzt diese wie der Name schon sagt ganz unten. Entweder wird der Boden direkt von oben angeleuchtet oder es sitzen LED-Spots in der Sockelblende die in den Raum strahlen.

In meiner Küche habe eine RGB-LED Stripe montiert die den Boden beleuchten. Über die Fernbedienung kann die Farbe und Helligkeit verändert werden. Diese wird als Ambiente-Licht eingesetzt. Aber hauptsächlich stark gedimmt als Nachtlicht.

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Fazit: Bei der Planung einer neuen Küche sollte die Küchenbeleuchtung stets gleich mitgeplant werden. Die Küchenhersteller bieten eine Vielzahl an Optionen und Möglichkeiten. Logischerweise lassen sich die Hersteller das ganze sehr gut Bezahlen. Hier muss man selber abwägen ob es einem das Geld wert ist.

Denn die deutlich günstigere Variante ist die Küchenbeleuchtung selber nachzurüsten. Anstatt vom Küchenhersteller zu beziehen. Hier gibt es eine Riesenauswahl und Möglichkeiten. Insbesondere deutlich günstiger. Bei der Auswahl sind ein paar Punkte zu berücksichtigen.

Zum Beispiel das einfache Zusammenschalten bzw. Verbinden von mehreren Unterbauleuchten. Die dann zentral über ein- und Ausschalter gesteuert werden. Um mal einen Punkt von vielen zu nennen.

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