Küche renovieren – Vorbereitung für Einbauküche

Vor dem Aufbau der Einbauküche geht es erst mal an das Renovieren der Küche. Da es sich um ein Altbau handelt fallen noch zusätzliche Aufgaben an. Wie etwa sichtbare Heizrohre verkleiden oder Fenster austauschen. Aber auch die Besonderheit das die Gastherme in der Küche steht und das renovieren dadurch erschwert wird.

Lass das Projekt aus alt mach neu beginnen. Seid auf das Ergebnis vorher und nachher gespannt!

Alte Tapete entfernen

Die linke Seite / Ecke von der Tür ist bereits neutapeziert und gestrichen. Damals zusammen mit Austausch der alten Gasheizung.

Woanders heißt es erst mal die alte Tapete von der Wand runter. Hier gibt es entsprechende Tapetenlöser die helfen.

Jedoch bleibt ein Teil der alten Tapeten bestehen. Denn die Stellen die später sowieso nicht sichtbar hinter den Schränken verschwinden.

Heizrohre dämmen und verkleiden

Da es sich um einen Altbau handelt und die Heizungsrohre aufputz verlegt sind. Muss aus optischen Gründen eine Verkleidung für die Heizrohre her.

Als erstes wird der obere Bereich mit dunkelgrauen PE-Rohrisolierung gedämmt. Der untere Bereich kommt erst später dran.
Für die Verkleidung kommt ein Rigips-Winkelelement zum Einsatz. Welches erst Mal passend zugesägt wird. Ein Holzbalken mit passender Tiefe wird an die Wand verschraubt. An den Holzbalken wird wiederum das Rigips-Winkelement drangeschraubt und verspachtet. Der untere Bereich muss lediglich isoliert werden. Aber nicht verkleidet werden. Da es hinter der Einbauküche verschwindet.

Wände tapezieren und streichen

Anschließend erfolgt zuerst die Grundierung der nackten Wände. Grundierung ist wichtig damit man später im Falle eines Tapetenwechsels die Tapete einfacher lösen kann. Nach dem Trocknen geht es mit Tapezieren weiter. Als erstes den Tapetenkleister soweit anrühren.
Alternative gibt es auch Fertigkleister der sofort einsatzfähig ist.

Beim Tapetenkleister anrühren unbedingt an die Anleitung halten. Hier muss das Misch-Verhältnis zwischen Wasser und Tapetenkleisterpulver stimmen. Aber auch die Wartezeit bis der Kleister einsatzfähig ist. Beim Anrühren das Pulver langsam ins Wasser kippen und immer schön umrühren. Damit keine Klumpen entstehen.
Das gleiche gilt auch für die Tapete selber. Auch hier entsprechend der Anleitung folgen.

Nach dem Trocknen kommt die weiße Wandfarbe an die Wand. Der mittlere Bereich bleibt nackig da hier später die Wandpaneels hinkommen. Außerdem wurde noch ein Stromkabel für die Dunstabzugshaube verlegt. Gut zu erkennen die alte grüne Tapeten in der rechten Ecke. Die auch weiß gestrichen wurde. Aber nicht im unteren Bereich wo das grün noch sichtbar ist. Denn dieser ist später hinter der Einbauküche sowieso nicht sichtbar. Das fertige Ergebnis:

Fensterbank entfernen und Fenster austauschen

Das alte Fenster ist total veraltet und hat noch eine Einfach-Verglasung. Deshalb wird das alte Fenster gegen ein neues Küchenfenster mit Unterlicht ausgetauscht.

Außerdem muss die Fensterbank für die neue Einbauküche entfernt werden. Da die Unterschränke von der Höhe gerade mal ca. 1 cm höher als die Fenster-Maueröffnung wird. Damit wäre die vorhandene Fensterbank für die Arbeitsplatte im Weg. Somit muss die Arbeitsplatte gleichzeitig als Fensterbank fungieren. Sprich ein nahtloser Übergang zum Fenster.

Danach den Fensterrahmen mit der Säbelsäge / Fuchsschwanz-Säge an mehreren Stellen ansägen. Anschließend die Teile vom Fensterrahmen vorsichtig zerlegen.

Das neue Fenster mit Unterlicht

Das neue Fenster hat zwei Flügel und ein festes Unterlicht unten. Insbesondere ist ein festes Unterlicht für Fenster die weit nach unten gehen sinvoll. Damit kann das Fenster trotz Gegenstände und Armatur davor problemlos geöffnet werden kann.

Für die Beleuchtung wurde in dem Zuge gleich ein Stromkabel auf der linken Seite vom Fensterrahmen verlegt. Denn geplant ist eine schwebende Fensterbank mit Beleuchtung. Hierzu gibt es extra ein Beitrag welches ihr hier findet.

Zusätzlicher Wasseranschluss für Geschirrspüler

Sollte bei eurer Küche ein zusätzlicher Wasseranschluss für den Geschirrspüler fehlen. So könnt diesen sehr einfach nachrüsten.

Entweder man tauscht das vorhandene Ventil gegen ein Kombi-Ventil aus.

Oder alternative man verwendet einen Gerätezusatzventil. Damit entfällt das abstellen und ablassen des Wassers im Haus. Weil das vorhandene Ventil zum Abdrehen des Wassers nicht ausgetauscht wird. Sollte jedoch das vorhandene Ventil nicht mehr in Ordnung sein. Dann auf jeden Fall das vorhandene Ventil austauschen!

Ich habe mich für die Alternative Lösung entschieden. Das Zusatzventil wird einfach an den vorhandenen Anschluss geschraubt. Danach hat man einen zusätzlichen Wasseranschluss für den Geschirrspüler. Die Armatur wird am obereren und der Geschirrspüler am unteren Anschluss des Zusatzventils angeschlossen.

Kondensatablauf ohne Pumpe für die Gastherme

Bei einem Heizkessel mit Brennwerttechnik ensteht Kondenswasser der in den Abfluss geleitet werden muss. Sprich man benötigt in der Nähe einen Abfluss. Falls nicht, ist hoffentlich ein ausreichender Höhenunterschied vorhanden. Sprich der Abfluss ist tiefer als die Therme. Ansonsten benötigt man eine Pumpe für die Beförderung.

Der Abfluss auf der anderen Seite

In meinem Fall nicht nur weit weg. Sondern auch auf der andere Seite des Raums. Wo sich noch eine Tür dazwischen befindet. Links die Gastherme und in rechten Ecke der Abfluss:

Jedoch reicht zum Glück der Höhenunterschied aus und der Monteur hatte eine super Idee.

Die Höhe des Kondensatablaufs an der Gastherme beträgt ca. 72 cm und am Abfluss ca. 52 cm. Eine ausreichende Höhenunterschied ist damit gegeben.

Der lange Kondensatablaufweg von 10 Metern

Ein langes Aluverbundrohr (normalerweise als Wasserleitung eingesetzt) dient als Kondenswasser-Abflussrohr. Da dieses flexibel und auch gut verlegbar ist. Das Aluverbundrohr liegt auf dem Boden und läuft entlangt den Wänden. Ein Großteil ist später durch die Einbauküche nicht mehr sichtbar.
Der Test mit der Gießkanne bestätigt dass das Wasser schnell genug über das Aluverbundrohr abfließt. Der schwierigste Teil am Anfang war. Die Luft aus dem langen Aluverbundrohr zu verdrängen. Hier hilft mit Druck direkt an die Wasserleitung angeschlossen durchzuspülen.

Optimierung des Abflussanschlusses

Die vom Monteur installierte schwarze Gummimanschette für das Abdichten des angeschlossen Kondensatablaufs ist mir nicht dicht genug.

Aus diesem Grund habe ich eine zweite weiße Gummimanschette organisiert. Jedoch ist das Loch zu groß bzw. das Aluverbundrohr des Kondensatablaufs zu dünn. Somit musste eine zweite schwarze Dichtung her. Über das Ganze kommt am Schluss wieder die schwarze Gummimanschette übergestülpt. Somit ist es jetzt garantiert dicht.

Aluverbundrohr für Sockelleiste quetschen

Der später sichtbare Bereich soll hinter einer Sockelleiste verschwinden. Denn es gibt entsprechend dickere Sockelleisten mit Platz für Kabel oder Rohre. Verwende habe ich die GGK Sockelleistenkanal 70 x 20 mm in Weiß. Mit 2 cm dicke trägt es nicht so auf und ist optisch noch schön. Jedoch muss hierfür das vorhandene Kondenswasserrohr bzw. Aluverbundrohr flacher werden.

Hier hilft das Quetschen des Kondenswasserrohrs mit dem Schraubstock. Letztendlich wird durch das Quetschen aus dem runden ein ovales Rohr. Der Abfließ-Test bestätigt dass das Kodenswassser trotz Quetschung immer noch schnell genug abläuft.

Montage Sockelleiste an die Wand

Der letzte Schritt ist die Montage der Sockelleiste um Kabel (Außentemperaturfühler der Gastherme) und das Kondenswasserrohr zuverstecken. Dies erfolgte erst ganz am Schluss nach dem die Einbauküche bereits stand.
Grund: Die Länge der Sockelleiste muss passend zugeschnitten werden. Hierfür ist die genau Position der Einbauküche bzw. Schranks erforderlich.

Die Sockelleiste besteht aus zwei Hälften. Einmal die graue Hälfte welche fest an die Wand montiert wird. Da befindet sich auch der Platz für Kabel und Rohr. Wobei ich die zwei Plastikführung in der Leiste entfernt habe. Damit das Rohr von der Höhe reinpasst. Anschließend wird die weiße Sockelabdeckung einfach eingeclipst. Am Schluss ist alles schön hinter der Sockelleiste versteckt.

Fazit – Küche renovieren

Damit ist das Renovieren des Raums bzw. der Küche soweit abgeschlossen. Mit ein bisschen handwerkliches Geschick ist das Renovieren der Küche an sich kein großes Thema. Die Einbauküche kann jetzt kommen! Hier geht es zum nächsten Beitrag mit dem Aufbau der Küche.

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